Harry Potter Edelstahlschwert aus dem Film
“Merchandising sells“, könnte man sagen. Die Harry-Potter-Reihe sorgt spätestens seit ihrer Verfilmung auch im
Merchandising Bereich für reißenden Absatz. Dabei nimmt das Merchandising im Fall von Harry Potter bisweilen
extreme Auswüchse an, die weit über T-Shirts etc. hinausgehen. So kann man beispielsweise den Nimbus 200 (der
Besen, auf dem Harry Potter durch die Gegend fliegt) für 189,-€ erstehen. Ein stolzer Preis – und das, obwohl man
mit dem Ding offensichtlich nicht fliegen kann. Für das Schwert aus dem Harry Potter film “Die Kammer des
Schreckens“ muss man ebenfalls eine ganze Stange Geld hinlegen. Erschwingliche 249,-€ muss der Träger dieses
Schwerts investieren. Gut, es mag aus Edelstahl gefertigt und recht hübsch sein. Aber wie viel würde man denn bitte
für ein Edelstahlrohr hinblättern? Nicht annähernd so viel.
Und genau das ist der Trick bei Merchandising. Die Waren können recht billig hergestellt und völlig überteuert
verkauft werden. Dadurch, dass sich Merchandising stets an berühmte Vorlagen aus Film, Musik oder Comic anlehnt,
entsteht von ganz alleine eine Art Markenimage. Plötzlich wird das Shirt, dass qualitativ möglicherweise nichts
weiter als Durchschnittsware ist, zum Markenartikel und kann möglichst gewinnbringend abgesetzt werden. Dasselbe
zählt auch für das Edelstahlrohr mit 2 Rohrschellen, das plötzlich zum Schwert von Gryffindor und einen “Wert“ von knapp 250,-€
hat.
Merchandising funktioniert vor allem dann gut, wenn die Zielgruppe des zugrunde liegenden Films (oder Comics,
oder Buchs) relativ jung ist und dort ein breites Publikum angesprochen wird. Besonders gut funktioniert das dann,
wenn die entsprechende Vorlage Kultstatus hat, sowie dies beispielsweise bei Harry Potter definitiv der Fall
ist.
Ein frühes Beispiel für erfolgreichen Merchandising Absatz ist die Star Wars Reihe. Sowohl die alten Filme als auch
die nachträglich gedrehten Prequels (Episode eins bis drei) brachten immer mehr Geld durch Merchandising ein, als
sie an den Kinokassen einspielten. Teil eins der Star Wars Reihe war der erste Film, bei dem es gelang mehr Geld
durch Merchandising Erlöse, als durch den Film an sich einzunehmen. Und da Star Wars auf jeden Fall Kultstatus
genießt, funktioniert das auch heute noch wunderbar.
Wenn man bedenkt, dass viele der Merchandising trächtigen Filme bereits an den Kinokassen einiges einbrachten (wie
z. B. Herr der Ringe, Harry Potter und Star Wars), dann wird einem schnell bewusst, was für Absatzmöglichkeiten
Merchandising bietet. Die Autorin der Harry Potter Reihe Joanne K. Rowling wird schon wissen, warum si sich sofort
alle Rechte an Harry Potter vorbehielt. Es ist davon auszugehen, dass Merchandising ihr durchaus mehr eingebracht
haben könnte, als die Bücher selbst. Heute ist J.K. Rowling die bestverdienende Frau Schottlands und eine der
reichsten Personen in ganz Groß Britannien. Ihr Vermögen beläuft sich schon längst über 25 Millionen,-€. Das liegt
mit Sicherheit nicht nur am Merchandising, aber es hat ganz sicherlich auch nicht geschadet.
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